Mit einer sommerlichen Serenade begeisterten der Evangelische Singkreis Neckarhausen und der Evangelische Kirchenchor Ilvesheim ihr Publikum in der Lutherkirche Neckarhausen.
Nach dem ersten Konzert eine Woche zuvor in Ilvesheim war dies der zweite gemeinsame Auftritt der beiden Chöre – und zugleich ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie harmonisch diese neue Zusammenarbeit bereits klingt.
Im Mittelpunkt des Programms stand Franz Schuberts Messe Nr. 2 in G-Dur, die von Chor, Solistinnen und Solisten sowie Orgel mit großer Ausdruckskraft und musikalischer Präzision dargeboten wurde. Auch die weiteren Werke von Michel, Gregor, Mozart und Mendelssohn Bartholdy bereicherten den Konzertabend.
Die Solisten Annekathrin Keil (Sopran), Johannes Kraft (Tenor) und San Sung (Bass) überzeugten ebenso wie Dieter Kegelmann an der Orgel. Die musikalische Leitung lag in den Händen von Hannah Lachnit und Wieland Bosse.
Besonders beeindruckend war, wie geschlossen und ausgewogen die beiden Chöre bereits beim ersten gemeinsamen Projekt musizierten. Die Zusammenarbeit lässt auf eine vielversprechende gemeinsame Zukunft hoffen.
Die Entwicklung erinnert an den katholischen Chor St. Martin, der aus drei ehemals eigenständigen Chören zusammengewachsen ist. Auch hier zeigt sich: Wenn Chöre ihre Kräfte bündeln, entstehen neue musikalische Möglichkeiten – und ein Klang, der begeistert.
(Text und Foto: Elisabeth Kohm)